Offene Ganztagsgrundschule für Sinnersdorf auf gutem Weg

Der Antrag der SPD-Fraktion im Pulheimer Rat in dieser Angelegenheit lautete:

Um rechtzeitig zum neuen Schuljahr Betreuungsangebote für Schulkinder im Primarbereich vorhalten zu können, beantragt die SPD-Fraktion, folgenden Beschluss zu fassen:

Der Rat der Stadt Pulheim fordert die Verwaltung auf, unverzüglich ein bedarfsgerechtes Gesamtkonzept zum Ausbau von Ganztagsangeboten für
Schulkinder im Primarbereich zu entwickeln und dem Rat zur Entscheidung vorzulegen. Dabei soll das jetzt vorliegende Konzept der Landesregierung
zur "Offenen Ganztagsgrundschule" einbezogen und unter Berücksichtigung der örtlichen Bedingungen umgesetzt werden.

Der Rat verbindet mit dem bedarfsgerechten Ausbau von Ganztagsangeboten folgende Ziele:

Um den unterschiedlichen Belangen der Kinder und der Eltern sowie den Erfordernissen einer sinnvollen Förderung der Bildung und Erziehung Rechnung zu tragen, sollen in der offenen Ganztagsgrundschule Lehrerinnen und Lehrer mit anderen Professionen zusammenarbeiten und

  • einen Beitrag zu mehr Bildungsqualität und Chancengleichheit leisten,
  • den Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsauftrag von Schule und Jugendhilfe verknüpfen sowie
  • Eltern die Sicherheit geben, dass ihr Kind gut und verlässlich aufgehoben ist.

    Vor diesem Hintergrund soll die offene Ganztagsgrundschule folgende Angebote umfassen:

  • Förder-, Betreuungs- und Freizeitangebote,
  • besondere Förderangebote für Kinder aus bildungsbenachteiligten Familien,
  • Angebote zur Stärkung der Familienerziehung durch eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie durch die Einbeziehung
    von Eltern in Organisation und Durchführung sowie
  • auf dieser Basis ein umfassendes Bildungs- und Erziehungsangebot, das sich an dem jeweiligen Bedarf der Eltern und der Kinder orientiert.

    Das zu entwickelnde Konzept soll sich vor allem an folgenden Qualitätskriterien orientieren:

  • Zusammenführen von Schulentwicklungs- und Jugendhilfeplanung unter Einbeziehung der vor Ort bestehenden Trägerstruktur zur Ermittlung des örtlichen qualitativen und quantitativen Förder- und Betreuungsbedarfs sowie zur Festlegung der Standorte der Projekte auf der Basis des örtlichen Bedarfs;
  • gemeinsame Wahrnehmung der Verantwortung von Schule und Jugendhilfe (unter Einbeziehung anderer Träger, wie die freie Jugendhilfe, Sportvereine, Musikschulen etc.);
  • Einbeziehung der bisherigen Angebote wie z.B. den Hort, das Schulkinderhaus, Projekte des Programms "Schülertreff in Tageseinrichtungen (SiT) sowie den schulischen Angeboten "Schule von acht bis eins" und "13plus" mit dem Ziel einer differenzierten und vielfältigen Angebotstruktur mit einer klaren Konzentration der Angebote in der
    Schule (in Ausnahmefällen auch im direkten Umfeld von Schule);
  • Sicherstellung des dem örtlichen Bedarf entsprechenden Personals und der erforderlichen Räumlichkeiten;
  • verlässliche Zeiten auch an unterrichtsfreien Tagen (außer Samstag, Sonntag und Feiertagen) der außerunterrichtlichen Angebote von spätestens 8.00 in der Regel bis 16.00 Uhr, mindestens aber bis 15.00 Uhr. In den Ferien soll in Abstimmung mit der Jugendhilfe bei Bedarf ein ggf. auch schulübergreifendes Ferienprogramm organisiert werden.