Offene Ganztagsgrundschule

Horion-Schule in Sinnersdorf
Horion-Schule in Sinnersdorf

In Sinnersdorf wird nach den Sommerferien die Horion-Schule mit voraussichtlich 80 Schülerinnen und Schülern am Projekt „Offene Ganztagsschule im Primarbereich“ teilnehmen können.

Diese Zahl nannte Rolf Uebach, Vorsitzender der SPD-Fraktion. Wie ihm das nordrhein-westfälische Schul- und Jugendministerium weiter mitteilte, gehört sie zu den ersten 229 Schulen in NRW, die mit über 11.000 Kindern an dem Bildungsprojekt teilnähmen. Dafür stelle das Land in diesem Jahr 43 Mio. Euro zur Verfügung und der Bund beteilige sich mit 68 Mio. Euro an den Investitionskosten. "Diese Summen zeigen deutlich: Bildung hat bei uns absolute Priorität", so Rolf Uebach.

Der SPD-Politiker erklärte weiter: "Wir haben uns damit auch in Pulheim auf den Weg gemacht, den Schultag zu verändern. Die Ganztagsgrundschule soll zu einem neuen Lebensraum für Kinder werden."

Die SPD-Fraktion hatte die Teilnahme beantragt.

"Offene" Ganztagsgrundschule bedeute, dass es zusätzliche, freiwillige Angebote zum planmäßigen Unterricht in Kooperation mit Partnern aus der Kinder- und Jugendhilfe, dem Sport und der Kultur gebe. Daher müsse Jugendhilfe und Schulentwicklungsplanung richtig zusammen wachsen, um die Förderbedarfe der Kinder abzudecken und passgenaue Angebote zu schaffen.

Die sozialdemokratisch geführte NRW-Landesregierung will bis 2007 einem Viertel aller Schülerinnen und Schüler, das sind knapp 200.000 Kinder, einen Platz an 2.600 Offenen Ganztagsgrundschulen anbieten können. Das Förderungsvolumen des Landes werde dann jährlich bei 160 Millionen Euro liegen. Die Investitionskostenzuschüsse durch den Bund summierten sich bis dahin auf 914 Millionen Euro.

"So kann es uns gelingen, vielen Familien auch eine bessere Vereinbarkeit mit dem Berufsleben zu ermöglichen", betonte Uebach.