Bei der Windkraftanlage kann es sich nur um ein „Windei“ handeln

Windkraftanlage

Leserbrief von Michael Stroschein/komplett abgedruckt:

"Auf den ersten Blick könnte es sich bei der beschriebenen Absicht, zwischen der Autobahn A 57 und Pulheim-Sinnersdorf Windkraftanlagen zu errichten, die in ihrer Dimension selbst den Kölner Dom in den Schatten stellen, eigentlich nur um ein "Windei" handeln. Tatsächlich ist die monströse Angelegenheit jedoch ernst zu nehmen.

Bereits 2002 gab es von Kölner Seite Bestrebungen, Windkraftanlagen vor der Sinnersdorfer Haustür zu errichten. Nun bemüht sich ein ausgewachsener Grünen-Minister Vesper für das "Projekt". Wenn dabei der Kölner Oberbürgermeister Schramma (CDU) erst auf Nachfrage verlauten lässt, er sei gegen ein Windrad zwischen Köln-Esch und Pulheim-Sinnersdorf, muss man sich fragen, ob es sich bei seiner Auffassung tatsächlich um die Mehrheitsmeinung des schwarz-grünen Koalitionsbündnisses im Kölner Stadtrat handelt und ob nicht doch dem lieben Koalitionspartner zuliebe, der unter ständigen Profilierungsneurosen leidet, den Pulheimer Nachbarn ein solch monströses schwarzgrünes "Windei" in Form einer über 189 Meter hohen Windkraftanlage vor die Haustür gelegt werden soll.

Die SPD-Fraktion im Kölner Stadtrat war da schon mutiger. Sie hat eindeutig Position bezogen und lehnt an dieser Stelle den Bau jeglicher Windkraftanlagen ab.

Wer garantiert den Bürgern in Köln-Esch, Roggendorf, Thenhoven, Weiler und Pulheim-Sinnersdorf, dass die Pläne nicht aufgegeben werden.

Die Pulheim-Sinnersdorfer Bürger werden es zu verhindern wissen. Haben sie doch in der Vergangenheit mehrfach bewiesen, wie man sich gegen böswilliges nachbarschaftliches Verhalten und Gigantonomieprojekte des Großstadtnachbarn Köln zur Wehr setzen kann.

Michael Stroschein
Pulheim-Sinnersdorf