Artikel „Das große Windrad steht still“

Windkraftanlage

Presseartikel aus dem Kölner Stadtanzeiger vom 19./20.06.2004:

"Die Pläne für die Errichtung des größten Windrades der Welt in Köln sind vom Tisch. Der Essener Unternehmensberater Jürgen Schmidt, der die 196 Meter hohe Anlage vom Typ E-112 gemeinsam mit der Firma Enercon und der Windtest Grevenbroich GmbH als Berater bauen wollte, zieht sein Angebot zurück. Sein Ziel sei es gewesen, das Projekt „einvernehmlich mit Verwaltung und Ratsmehrheit umzusetzen“, so Schmidt. „Hierfür gibt es keine Perspektive mehr“, heißt es in einer schriftlichen Erklärung.

Schmidts Kritik richtet sich in erster Linie gegen die Union: Die „in großen Teilen der CDU-Fraktion angetroffene Voreingenommenheit und Unkenntnis“ habe nicht überwunden werden können. Offenbar sei eine ausführliche Vorstellung des Projektes und eine Diskussion über das Für und Wider einer Windenergieanlage nicht gewünscht gewesen. Die FDP hingegen habe sich trotz ihrer kritischen Haltung der Debatte gestellt; die Grünen befürworteten das Windrad.

Damit ist das Thema Windenergieanlage für das Gelände an der A 57 (südlich der Ausfahrt Worringen) allerdings nicht vom Tisch: Firmen unter Federführung der Bremer Energiekontor AG wollen in der nächsten Woche eine Bauvoranfrage für das Areal stellen. Sie planen, dort drei kleinere Windräder (bis zu 135 Meter hoch) zu errichten.(KStA)"