Gabi Frechen kam zur Mitgliederversammlung

In Sinnersdorf: Gabi Frechen zur Mitgliederversammlung

Auf Einladung von Michael Stroschein kam unsere Bundestagsabgeordnete Gabi Frechen am 02.03.2006 zur Mitgliederversammlung der Sinnersdorfer SPD in die Alte Schule. In der gut besuchten Veranstaltung berichtete sie über die Arbeit der SPD in der Koalition und stellte sich dann den Fragen der anwesenden Mitglieder.

Schwerpunkte ihrer Redebeiträge waren:

Mit den Ressoren Finanzen, Rente und Gesundheit hat die SPD zwar schwierige Ministerien übernommen, allerdings handelt es sich aber auch um wichtige Schlüsselministerien.

Nach ihrer Meinung ist an der Bürgerversicherung festzuhalten, die Kopfpauschale ist abzulehnen. Es darf nicht zur Verabschiedung vom Solidaritätsprinzip kommen, es darf keine Aufgabe von Arbeitnehmerrechten erfolgen.

Mit aller Kraft ist die stärkere Vereinbarkeit von Beruf und Familie anzustreben.

Sozialdemokratische Familienpolitik beinhaltet folgendes: Elterngeld und sichere Betreuung sind notwendig; private Betreuung muss von der Steuer absetzbar sein – Es geht besonders auch darum, Frauen zu unterstützen, die einen Job haben, aber keine Kinder.

  • Rente mit 67

    Unstrittig ist, dass die Rente umgestaltet werden muss. Auch für Bundestagsabgeordnete gilt die Rente mit 67 Jahren. Die Umstellung auf die Rente mit 67 Jahren beginnt 2012 und dauert bis 2025/27.

    Bei den Renten, so Gabi Frechen, müsse man die Konsequenzen daraus ziehen, dass die Lebenserwartung – zum Glück – erheblich zugenommen hat und auch in Zukunft weiter ansteigen wird. Besonders wichtig ist es ihr in diesem Zusammenhang, zusätzliche Beschäftigungsmöglichkeiten für über 50-jährige zu schaffen.

    Aufgrund der bekannten demografischen Faktoren wird eine Diskrepanz zwischen berufstätigen Menschen und Menschen in Rente bestehen. In der Zukunft wird es zu einem Arbeitskräftemangel kommen, da Deutschland in einigen Jahrzehnten nur noch rd. 60 Mio. Einwohner haben wird.

    Es ist selbstverständlich, dass jemand mit 45 Beitragsjahren nicht bis zum 67. Lebensjahr arbeiten muss.

    Bedenklich hält Gabi Frechen, dass in Großbetrieben kaum noch Kräfte über 50 Jahren arbeiten, jedoch in den Chefetagen bis 70.

    Das Prinzip muss weiter sein: Die Jüngeren stehen für die Älteren.

    Die Grundversorgung ist gewährleistet, so dass in jedem Fall die Rente sicher ist.

    Weitere Einzelheiten zur Rente: Siehe Artikel im Bericht aus Berlin – Ausgabe März 2006 – Anhebung des Renteneintrittsalters

  • Gesundheitsreform

    Innerhalb des bestehenden Systems soll die Krankenversicherung stabil gehalten werden.

    Die Standardleistungen der Krankenkassen müssen gleich sein. Dies ist eine Forderung der SPD-Fraktion aus dem Jahr 2005

  • Arbeitslosigkeit

    Der Bund stellt bis 2009 zusätzliche 6 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung zur Verfügung. Der Mittelstand wird zum Beispiel durch ein umfangreiches Finanzierungsprogramm zur energiesparenden Gebäudesanierung gefördert. Der Bund investiert auch in eine moderne Infrastruktur, so werden zusätzliche Gelder für den Ausbau von Straßen, Schienen und Wasserwegen eingesetzt. Diese zielgerichteten Maßnahmen sollen für eine Verbesserung auf dem Arbeitsmarkt sorgen.

    Gabi Frechen versicherte den anwesenden Mitgliedern, dass sie weiterhin begeistert ist von ihrem Job als Abgeordnete im Deutschen Bundtag und von ihrer Partei, der SPD. Sie werde sich auch weiterhin mit aller Kraft für ihre Aufgabe und für die Bürgerinnen und Bürger im Wahlbezirk einsetzen.