Gegen Einstellung der Buslinie 125

Kämmerer ruft zum Sparen auf

Pulheim – Im städtischen Haushalt 2007 klafft nach vorläufigen Schätzungen ein Minus in Höhe von rund vier Millionen Euro. Und die Rücklagen geben nichts mehr her, weil sie aufgebraucht sind. Dass sie an allen Ecken und Enden sparen und für 2007 gar neue Einnahmequellen auftun müssen, das war Pulheims Politikern schon im vergangenen Jahr bewusst. Doch allzu leichtfertig möchten sie den Rotstift nicht ansetzen. Das hat die Diskussion um die Buslinie 125 von Sinnersdorf nach Köln im Ausschuss für Tiefbau und Verkehr gezeigt. Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, die Busverbindung auf Pulheimer Stadtgebiet einzustellen. Doch stieß sie mit ihrem Ansinnen bei der Mehrheit der Politiker auf Ablehnung. Zu viele Sinnersdorfer seien auf die Buslinie angewiesen, sagten Hans Ehm (FDP) und Gerd Kossow, sachkundiger Bürger der Grünen. "Ich kann das als Sinnersdorfer Ratsvertreter nicht vertreten", sagte Hans-Rudolf Müller (SPD). Die bislang von der Verwaltung erarbeiteten Einsparvorschläge reichten bei weitem nicht aus, um "das sich abzeichnende Defizit zu füllen", gab Kämmerer Wolfgang Thelen zu bedenken. Er bitte die Politiker, auch über Einsparungen in Höhe von 500 Euro nachzudenken, sofern es sich um freiwillige Ausgaben handelt. Es gebe Anzeichen bei Bund und Land, dass die Kommunen auch bei Pflichtausgaben kürzen müssen. (mma)