Antrag für Biogasanlage Sinnersdorf zurückgezogen

Biogasanlage in Euskirchen

Eine gute Nachricht für Sinnersdorf:

Die RheinEnergie hat ihren Antrag auf Genehmigung einer Biogasanlage am Ortsrand von Sinnersdorf schriftlich zurückgezogen. Dies teilte die Verwaltung in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Planung am 06.12.2006 mit.

Für SPD-Fraktion und Sinnersdorfer SPD ist diese Entscheidung ein konsequenter Schlusspunkt. Die Bemühungen, eine für den Ort unverträgliche Anlage zu verhindern, hatten Erfolg. Dabei wurde dem deutlich artikulierten und von der SPD unterstützten Bürgerwille Rechnung getragen. Alle Beteiligten hatten festgestellt, dass gegen begründete Bedenken in der Bürgerschaft ein solches durch die ortsnahe Lage mit Risiken verbundenes Projekt nicht umsetzbar ist. Die örtliche Lebensqualität erhielt Vorrang.

Nach neuen Gesprächen zur Nutzung regenerativer Energien ist jetzt ein geeignetes Grundstück neben dem landwirtschaftlichen Betrieb "Lindenhof" (nördlich Pulheim) im Gespräch. Hier könnte eine Biogasanlage im räumlichen Zusammenhang mit einem Hof entstehen.

Daten einer solchen Anlage:

Entfernung zur Wohnbebauung rd. 1,3 km, Erschließung über eine vorhandene Straße (L 93), Anlage mit 0,5 Megawatt el. Leistung. Erforderliche Gutachten sind laut Verwaltung in Bearbeitung und werden Anfang nächsten Jahres vorliegen. Es könnte sich, sofern alle gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind, um eine sog. privilegierte Anlage nach § 35 Baugesetzbuch handeln (mit einem gewissen rechtlichen Anspruch auf Genehmigung).

Die SPD setzt sich grundsätzlich für Biogasanlagen ein, falls die Bürgerinnen und Bürger mitgenommen werden können. Biogasanlagen dienen sowohl dem Klima, als auch der Landwirtschaft.

Die SPD bleibt weiter aktiv und wird informieren.