Sinnersdorfer Bürger werden im Regen stehen gelassen

Überflutungen in Sinnersdorf am 11.09.2008

Nach dem Starkregen im September 2009, bei dem es in Sinnersdorf viele Kellerüberflutungen gegeben hatte, wurde von den örtliche SPD-Mandatsträgern Marlies Stroschein und Hans-Rudolf Müller angeregt, der Ursache der Überflutungen auf den Grund zu gehen. Es kam die Frage auf, ob es im Kanalnetz beim Niederschlags-Abfluss Probleme gibt.

Im Ausschuss Tiefbau und Verkehr wurde daher der Antrag gestellt, durch ein Fachbüro eine Kanalnetzberechnung anfertigen zu lassen. Zunächst bestand Einvernehmen zur Kostenermittlung durch die Verwaltung.

Nachdem moderate Kosten (ca. 29.000 €) ermittelt worden waren, lehnten CDU und FDP die Behandlung des Antrags ab, da der Ausschuss nicht über Etathoheit verfüge. Gesagt, getan: Die SPD brachte den Antrag in die nächste Ratssitzung ein. Nicht nur der SPD Fraktionsvorsitzende Rolf Uebach war verblüfft, als CDU und FDP mit ihrer Mehrheit die Angelegenheit wieder in den Fachausschuss Tiefbau und Verkehr verwiesen, der allerdings erst wieder in sieben Wochen tagt.

Die Interessen der Sinnersdorfer Bürger spielten keine Rolle. So bleibt nur zu hoffen, dass bis zur nächsten Ausschusssitzung am 1. April das Wetter nicht noch einmal Kapriolen für Sinnersdorf bringt. Ebenso bleibt die Hoffnung, dass die Sinnersdorfer mit ihren Problemen nicht alleine dastehen.

Der neue, inzwischen dritte Antrag wird von den Sinnersdorfer Ratsvertretern kurzfristig gestellt. Marlies Stroschein: "Wegen der ungünstigen Terminierung wird über die Durchführung der hydraulischen Berechnung für Sinnersdorf frühestens in der Ratssitzung am 12.05.2009 definitiv entschieden werden können."