„Jeder wird älter“

Hatten eingeladen: (v.l.) Florian Herpel, Herbert Schmitz und Michael Stroschein

Der Raum in der Alten Schule in Sinnersdorf war am Montagabend, 29. Juni 2009, bis auf den letzten Platz gefüllt.

Eingeladen hatte der Bürgermeisterkandidat Florian Herpel, die SPD-Sinnersdorf und der Vorsitzende der AWO-Sinnersdorf, Herbert Schmitz, zu der Veranstaltung

  • „Seniorengerechtes Wohnen in Sinnersdorf“.

    Brauchen wir seniorengerechte Wohnungen?

    Diese zentrale Frage bewegt Herbert Schmitz seit Jahren. Besonders im Hinblick auf den demographischen Wandel und die derzeitige Angebotssituation in Sinnersdorf für Senioren, wurde deshalb von der AWO eine Bürgerbefragung durchgeführt, deren Ergebnisse eindeutiger nicht hätten ausfallen können. Mit breiter Mehrheit wurde von den Bürgerinnen und Bürgern rückgemeldet, dass ein Bedarf an seniorengerechten Wohnungen besteht. In diesen soll auch stationäre Pflege angeboten werden. Ein Umzug pflegebedürftiger Personen in andere Ortsteile oder alleiniger Ausbau der ambulanten Pflege wurde überwiegend abgelehnt.

  • „Umdenken ist erforderlich – Ideen notwendig“

    SPD-Bürgermeisterkandidat Florian Herpel zeigte in seinem Redebeitrag auf, dass die derzeitigen Wohnangebote für Sinnersdorfer Seniorinnen und Senioren nicht ausreichen und die Gesellschaft hier umdenken muss:

    „Sinnersdorf prägen zahlreiche Einfamilienhäuser, die für viele ältere Menschen oftmals schwer in Stand zu halten sind und Anlass geben, sich nach Alternativen umzusehen. Diese Alternativen sind jedoch momentan nicht in wünschenswerten Maß verfügbar. Kleinere Wohnungen, die den Menschen ermöglichen innerhalb ihres gewohnten und lieb gewonnenen Umfelds bleiben zu können, sind nicht bedarfsdeckend vorhanden.“

    Die Verwaltung und insbesondere der zukünftige Bürgermeister stehen vor der Aufgabe, Ideen zu entwickeln und zu verwirklichen, die dem demographischen Wandel Rechnung tragen.

  • Idee und Konzept für seniorengerechtes Wohnen
    Florian Herpel konnte sich durch seine Tätigkeit als Dezernent der Stadt Pulheim bereits mit verschiedenen Institutionen über Ansätze zum seniorengerechten Wohnen austauschen. Dementsprechend stellte er den Anwesenden das Konzept der AWO im Rhein-Erft Kreis vor, die bereits erfolgreich eine „Seniorenwohngemeinschaft“ realisiert hat.

    „Bemerkenswert“, so Florian Herpel, „ist bei dem Konzept, dass hier ein Zwischenbedarf abgedeckt wird. Es muss nicht entschieden werden, ob eine ältere Person alleine zu Hause bleibt, oder sich in ein Altersheim begeben muss. In Zukunft muss es möglich sein, selbstbestimmt in einer kleineren Wohnung zu leben und dennoch in den Genuss gemeinschaftlichen Miteinanders zu kommen. Für diejenigen, die aufgrund ihres Älterwerdens Hilfe benötigen, können gezielte Pflegezuwendungen innerhalb der eigenen Wohnung erbracht werden.“

  • Bürgerschaft wird nicht durch Ausgaben belastet

    Die Bereitstellung von Wohnungen für bedarfs- und altersgerechtes Wohnen erfolgt bei dem von Florian Herpel vorgestellten Konzept durch einen privaten Träger, der aufgrund des bereits jetzt erkennbaren Bedarfs, Investoren zur Realisierung gefunden hat.

    „Es ist mir wichtig“, führte der SPD-Bürgermeisterkandidat Florian Herpel aus, „dass ich für die Umsetzung dieser wichtigen Projekte als Vermittler und Brückenbauer die Verwaltung mit den Trägern und Investoren zusammenbringen kann, um hier bestmögliche Ergebnisse sowohl für die zukünftigen Bewohner, als auch für die Stadt Pulheim, zu erzielen. Es freut mich demnach umso mehr, wenn sich bereits jetzt Investoren für die Realisierung anstehender Projekte interessiert zeigen.“