Warum glauben FDP und CDU den Bürgern nicht?

Ratsfrau Marlies Stroschein in der Hedwigstraße
Beschilderung der Hedwigstraße

Schon seit geraumer Zeit bemängeln Anwohner der Hedwigstraße, dass nach ihren Erkenntnissen die nur für Anlieger ausgeschilderte Straße zur Durchfahrt in die Christophstraße genutzt wird. Die Sicherheit der Anlieger, insbesondere der Kinder, wird durch überhöhte Geschwindigkeit gefährdet.

Zur letzten Sitzung des Ausschusses für Tiefbau und Verkehr setzte die FDP-Fraktion die Problematik auf die Tagesordnung. Die Stadtverwaltung präsentierte eine Vorlage, dass die Überprüfung der Verkehrssituation keine Auffälligkeiten ergeben habe und deshalb keine weitergehenden Maßnahmen durchgeführt werden sollten.

Dem widersprach der Sinnersdorfer SPD-Stadtrat Hans-Rudolf Müller nachdrücklich: „Die Bürgerbeschwerden sind berechtigt.“

Denn: Das von der Verwaltung festgestellte Geschwindigkeitsniveau liegt doppelt so hoch als zulässig. Er beantragte, dass die Hedwigstraße in eine „unechte“ Einbahnstraße umgewandelt werden sollte. Bei dieser Regelung könnten von außen kommende Autofahrer die Hedwigstraße nur von der Christophstraße aus in Richtung Kölner Straße befahren, während die Anwohner mit Start in der Hedwigstraße weiter in beide Richtungen fahren dürften. Um die relativ hohen Geschwindigkeiten zu reduzieren regte die SPD-Fraktion an, die in der Straße vorgeschriebene Schrittgeschwindigkeit durch das Aufmalen einer Kennzeichnung „7 km“ in weißer Farbe auf das Straßenpflaster zu verdeutlichen.

FDP und CDU sprachen sich gegen die Anträge der SPD aus und stimmten entsprechend ab. Damit lassen sie die Bürgerinnen und Bürger in der Hedwigstraße im Regen stehen. Die SPD wird weiterhin die berechtigten Interessen der Bürger in ihrer Ratsarbeit beachten.