Sinnersdorf: Der Halbstundentakt bei der Buslinie 980 muss bleiben!

Hans-Rudolf Müller – SPD-Ratsvertreter
Marlies Stroschein – Ratsvertreterin und stellv. Bürgermeisterin

Die Pulheimer Stadtverwaltung schlägt in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 26. Oktober bei der Buslinie 980 die "Einstellung des Halbstundentakts zwischen Sinnersdorf und Pulheim" ab Januar 2011 vor. Dies sieht eine Vorlage zur Haushaltskonsolidierung vor.

Im Klartext bedeutet dies: Auch zwischen 6 und 9 Uhr morgens sowie 16 und 20 Uhr nachmittags fährt der Bus 980 nur einmal pro Stunde. Betroffen von dieser Regelung sind vor allem Schulkinder, Jugendliche und Arbeitnehmer. Arbeitnehmer erreichen ihren Arbeitsplatz nicht mehr zu gewohnten Zeiten. Den schon jetzt zu diesen Zeiten gut gefüllten Bussen droht die Überfüllung.

Die Sinnersdorfer SPD-Ratsmitglieder Marlies Stroschein und Hans-Rudolf Müller protestieren gegen diesen Vorschlag der Verwaltung. "Die Menschen brauchen den Halbstundentakt, um pünktlich zur Arbeit, zur Ausbildung aber auch zum Arzt zu kommen. Dafür sind sie besonders auch auf gut vernetzte Verbindungen morgens und nachmittags angewiesen", führt Hans-Rudolf Müller aus. Er weiß, wovon er spricht, denn er fährt selbst jeden Tag zum Pulheimer Bahnhof.

Marlies Stroschein ist empört, dass die Bedarfe und Interessen der Sinnersdorfer Bürgerinnnen und Bürger in der Verwaltungsvorlage nicht mit einem Wort Erwähnung finden. Denn inhaltlich wird diese Einsparmaßnahme lediglich mit der nicht erforderlichen "Benehmensherstellung" mit den Städten Köln, Frechen und Bergheim sowie dem Rhein-Erft-Kreis begründet. "Nachvollziehbare sachliche Überlegungen, wie der Bedarf, die tatsächliche Nutzung, die Interessen alter und behinderter Menschen sowie des Berufsverkehrs wurden für diesen Konsolidierungsvorschlag weder geprüft noch einbezogen" stellt sie die Mängel dieses Vorschlags heraus.

Deshalb muss durch die SPD-Fraktion der Antrag gestellt werden, dass über Einsparungen zum ÖPNV erst aufgrund einer neuen Verwaltungsvorlage entschieden wird, der die aktuellen Fahrgastzahlen der Linien 980 zugrunde liegen. Hierzu ist die Durchführung einer Fahrgastzählung unverzichtbar.

Hans-Rudolf Müller: "Einsparungen ja, aber nicht konzeptionslos an der falschen Stelle. Es gilt für den ÖPNV ein gut begründetes nachvollziehbares Konzept zu finden."