Barrierefreier Haltestellenumbau in Pulheim kommt nicht voran

Die mangelhafte Haltestellenhöhe macht Probleme
Die Haltestelle "Rathaus" muss dringend umgebaut werden.

Die Umsetzung der Barrierefreiheit ist ein zentrales Anliegen für Pulheim. Auf Initiative der SPD-Fraktion hatte deshalb der Tiefbau- und Verkehrsausschuss im Jahr 2006 den Beschluss gefasst, in Pulheim die zentralen Haltestellen „Rathaus“ behindertengerecht als Buskaps umzubauen.

Der Umbau dieser stark frequentierten zentralen Bushaltestelle ist deshalb herausragend wichtig, weil hierüber werktäglich mehr als 100 Fahrten der Bus-Linien 980 und 970 in beiden Fahrtrichtungen abgewickelt werden. Bei der Nutzung der Haltestelle haben allerdings viele ältere Menschen und Menschen mit Behinderung erhebliche Probleme.

Inzwischen sind seit dem Ausschuss-Beschluss acht Jahre verstrichen und jetzt scheint auch der von der Verwaltung in Aussicht gestellte Termin „Baubeginn Herbst 2014“ nicht gesichert. Dies ist aus Sicht der SPD-Fraktion nicht nachvollziehbar, weil Abstimmungserfordernisse zur Haltestellenplanung wegen der Verkehrsbelastung von Rathausstraße und Kreuzung Steinstraße/ Rathausstraße bereits zum Jahresbeginn bekannt waren.

Diese erneute Verzögerung kann laut SPD-Fraktion nicht hingenommen werden, zumal die Baumittel bereits seit geraumer Zeit zur Verfügung stehen.

Die SPD-Fraktion dringt deshalb in einem Schreiben an den Bürgermeister darauf, für einen Umbaubeginn der Haltestelle noch in diesem Jahr zu sorgen. Die Verwaltung soll in der nächsten Sitzung des Fachausschusses berichten.

SPD-Ratsvertreter Hans-Rudolf Müller: „Das Thema Barrierefreiheit muss in Pulheim einen hohen Stellenwert haben. Eine Umsetzungsdauer von acht Jahren für eine solche Maßnahme ist den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern nicht vermittelbar.“

Das Personenbeförderungsgesetz schreibt vor, dass bis 2020 alle Haltestellen barrierefrei auszubauen sind. "Wenn wir in diesem Tempo weiterkommen sind wir 2060 noch nicht fertig", so SPD-Fraktionsvorsitzender Dierk Timm.