Bundestagswahl: SPD nominiert Dierk Timm zum Kandidaten für Rhein-Erft

Dierk Timm und Guido van den Berg, MdL
Martin Schulz MdEP, Guido van den Berg MdL und Dierk Timm

Mit einem Traumergebnis von 94,85 Prozent wurde der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Dierk Timm als Kandidat für den Deutschen Bundestag im Rhein-Erft-Kreis nominiert. Auf einem SPD-Parteitag entsendeten über 150 Mitglieder den Pulheimer und feierten gleichzeitig den Präsidenten des Europäischen Parlaments Martin Schulz MdEP als Gastredner.

Lesen Sie hier den Bericht: "SPD nominiert Dierk Timm zum Kandidaten für Rhein-Erft" – Quelle: www.ksta.de/region/rhein-erft/bundestagswahl-spd-nominiert-dierk-timm-zum-kandidaten-fuer-rhein-erft-25042582 – von Manfred Funken im Kölner Stadtanzeiger vom 07.11.2016:

"Rhein-Erft-Kreis – Der SPD-Bundestagskandidat für den Wahlkreis 91 steht fest. Mit 94,8 Prozent der Stimmen nominierten die Mitglieder beim Parteitag in Neu-Bottenbroich den Pulheimer Dierk Timm. Zuvor unterstrich Gastredner Martin Schulz den Regierungsanspruch der SPD und forderte mehr soziale Gerechtigkeit und Solidarität in Deutschland und Europa.

Rund 160 SPD-Mitglieder waren am Samstag in die Mehrzweckhalle im Kerpener Stadtteil Neu-Bottenbroich gekommen, um den Kandidaten für Bedburg, Bergheim, Elsdorf, Frechen, Kerpen, Hürth und Pulheim zur nächsten Bundestagswahl aufzustellen. Kreisparteivorsitzender Guido van den Berg betonte, er sehe keine Alternative zur Regierungsbeteiligung der SPD. Auch wenn dies mit Zugeständnissen verbunden sei, könne man stattdessen nicht tatenlos zusehen.

Bewerber Dierk Timm hatte sich als Gastredner Martin Schulz gewünscht, und der Präsident des Europaparlaments kam. Schulz hielt eine flammende Rede. Man dürfe die Welt nicht den Trumps und Le Pens überlassen, sagte er. „Wenn die gewählt werden, fallen wir zurück in die 20er- und 30er-Jahre des vorigen Jahrhunderts.

Die SPD habe dagegen die „DNA der Demokratie in den Adern“. Und keine Partei sei mehr als sie herausgefordert, wieder mehr soziale Gerechtigkeit herzustellen. „Das Gefühl der Ungerechtigkeit frisst sich in den Alltag der Menschen, die hart arbeiten und sich an die Regeln halten“, so Schulz. Schuld daran seien Großkonzerne, die in Deutschland Milliarden Gewinne machten, aber keine Steuern zahlten. Früher hätten die Eltern hart gearbeitet, damit sie den Kindern Ausbildung und ein besseres Leben ermöglichen konnten.

Heute müssten Eltern in Griechenland und anderswo auf alles verzichten, um die Banken zu retten, und ihre Kinder seien arbeitslos. „Gerechte Bezahlung, gerechte Steuern, ein gerechtes Gesundheitswesen, Bedingungen für ein würdevolles Leben“ seien die Ziele der SPD, sagte Schulz.

Als Dierk Timm Martin Schulz unter tosendem Beifall zum nächsten Kanzlerkandidaten der SPD ausrief, war der schon längst unterwegs zum nächsten Termin. So eilig verließ Schulz den Saal, dass er sogar den unter tosendem Applaus überreichten Blumenstrauß mitzunehmen vergaß.

Dierk Timm, was sollte er noch sagen nach einem solchen Redner? Investitionen seien allenthalben wichtiger als die schwarze Null im Bund oder die Schuldenfreiheit im Rhein-Erft-Kreis. Investitionen in bezahlbaren Wohnraum, in Mobilität, in Infrastruktur und nicht zuletzt in Bildung forderte der Bewerber.

153 der anwesenden Mitglieder gaben ihre Stimme zur Kandidatenaufstellung ab, und alle schafften es, nur ein Kreuz zu machen. Bei zwei Enthaltungen und sechs Nein-Stimmen votierten 145 Sozialdemokraten für Dierk Timm."

– Quelle: http://www.ksta.de/25042582 ©2016