„Westumgehung Sinnersdorf soll 2018 fertig sein“

Gruppenbild zur Westumgehung mit Guido van den Berg und Dierk Timm
Guido van den Berg SPD-Landtagsabgeordneter seit 2012

Der SPD-Landtagsabgeordnete Guido van den Berg hat beim Landesbetrieb Straßen.NRW nachgefasst wie es um den Status der Westumgehung Sinnersdorf (L193n) bestellt ist. Grund dafür war das Aufkommen von Gerüchten in der Pulheimer Lokalpolitik, die besagten, dass die Realisierung der Westumgehung gefährdet sein könnte.

Die Antwort des zuständigen Niederlassungsleiters des Landesbetriebs in Euskirchen, Gerhard Decker, sollte die Unkenrufe nun verstummen lassen. Decker stellt klar, dass er nach dem Ersten Spatenstich im April mit der Fertigstellung der Straße im Jahr 2018 rechnet. Er sieht keine Probleme beim Erwerb der noch benötigten Grundstücke und rechnet auch durch die vorgeschriebene, noch
durchzuführende „Hamstersuche“, welche aus wildbiologischen Gründen nur im August erfolgen kann, nicht mit Verzögerungen.

Der Straßenbauexperte stellt bezüglich der vermeintlich problematischen Grundstückserwerb klar, dass der zeitnahe Erwerb von Grundstücken vor Bauarbeiten übliche Praxis sei. Da ein „unanfechtbarer Planfeststellungsbeschluss“ und „uneingeschränktes Baurecht“ vorlägen, will Straßen.NRW bis Juni 2017 alle nötigen Grundstücke erwerben. „Ein ganz normaler Vorgang, bei dem die Panikmache vorab völlig unnötig gewesen ist“, betont van den Berg. „Die Erfahrung zeigt, dass der Erwerb fast immer gelingt und auf Enteignungen, die rechtlich jetzt möglich wären, verzichtet werden kann.“

Auch mit Blick auf die noch ausstehende Hamstersuche führt der Landtagsabgeordnete aus: „Dass die normale, Rechtssicherheit gewährleistende Abwicklung eines solchen Verfahrens genutzt wird, um die Menschen in Pulheim und Sinnersdorf zu verunsichern, ist unangebracht.“

Für die Realisierung der Westumgehung Sinnersdorf, für deren Neubaumittel er im Landeshaushalt erfolgreich gekämpft hatte, sieht van den Berg alles ordentlich geregelt. „Mich wundert aber, dass von bestimmten Lokalpolitikern Verunsicherung gesäht wird, anstatt sich über den anstehenden Baubeginn dieser für die Menschen in Sinnersdorf so wichtigen Entlastungsstrecke zu freuen. Hier auf einen Hamsterfund zu hoffen, damit sich das Projekt verzögert, ist parteipolitisches Klein-Klein. Die Entlastung der Bürger in Sinnersdorf sollte unser geimsamer Antrieb sein.“